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Januar 2012:


Klimagipfel Kopenhagen

 

Präsidenten aller Staaten
trafen sich in Dänemark,
denn sie wollten, wie sie sagten,
für die Welt sich machen stark.

Es ging darum, ein Dokument,
das man vor Jahren sich ersann,
nun endlich auch mal umzusetzen.
Die Frage war nur wie und wann.

Viel Zeit ist wahrlich nicht geblieben,
denn eigentlich ist’s schon zu spät,
um uns’re schöne Welt zu retten,
bevor sie in Gefahr gerät.

Es ging um CO²-Ausstoß,
den zu begrenzen war das Ziel,
und die, die kamen, welche Hoffnung,
hielten hiervon noch sehr viel.

Zumal ja keiner ernsthaft froh ist,
wenn das Klima sich verändert,
und durch Stürme und Orkane
auf dem Meer ein Schifflein kentert.

Oder wenn ist Südostasien
Taifune Orte wegradieren,
und die Überlebenden
auch ihr Hab und Gut verlieren.

Wenn in Grönland, weit im Norden,
Eisberge schmelzen, die schon standen,
als die ersten Menschenkinder
Glück und Freude schon empfanden.

Weite Länder wären wahrlich
schnell vom Untergang bedroht.
Um den Rest der schönen Erde
gäb’ es Kriege, gäb’ es Tod.

Gewitter gäb’s und auch viel Hagel,
Stürme, Hitze und so weiter.
Selbst der Dümmste würde sagen:
Stopp, es reicht, es wär’ gescheiter,

nun endlich, endlich einzugreifen.
Doch immer noch gibt’s Staatenlenker,
die aus eigennütz’gen Gründen
schützen Wirtschaft und die Banker!

So wurd’ auch diese Chance vertan
die Klimawende einzuleiten.
Ihr Präsidenten dieser Erde
wie lange lässt ihr uns noch leiden!

 

 

Februar 2012:

Die fünfte Jahreszeit

 

Am 11.11.,11:11 Uhr
beginnt die fünfte Jahreszeit.
Die Narren werden losgelassen,
und viele können es nicht fassen.
Bis Februar ist es noch weit.
Helau!

Die Zeit bis Fastnacht wird benutzt,
um Wägen schön zu dekorieren,
der Elferrat wird installiert,
ein Prinzenpaar wird nominiert,
man will sich schließlich nicht blamieren.
Helau!

Die Hallen sind nun ausgebucht.
Sie sind geschmückt mit luft’gen Schlangen,
denn wenn das närrisch’ Volk vereint
und kostümiert im Saal erscheint,
dann wird schnell in die Bütt gegangen.
Helau!

Die Politik, ob groß ob klein,
ist Anlass nun um recht zu lästern,
denn es eignet sich nichts besser,
als mit scharf gewetztem Messer
zu tadeln scharf den Schnee von gestern.
Helau!

Dem rüden Spass nehmen sich an
die ortsansässigen Vereine:
Hasenzüchter, Bayernfans,
Sportclubs und auch Musikbands.
Sie alle feiern nicht alleine.
Helau!

Auch die allerfrömmsten Frauen
feiern Weiberfasching kräftig,
Krawatten werden abgeschnitten,
und noch rauher sind die Sitten.
Das Weibervolk, es feiert deftig.
Helau!

Die Männer sind nicht prüde,
zumal der Alkohol nicht ebbt.
Ein Bierlein hier, ein Sektlein dort,
man säuft und säuft in einem fort.
Manch schönes Kind wird abgeschleppt.
Helau!

Und auch wer nur im Fernseh’n zappt,
und dort sich auf die Suche macht,
hört, gestärkt durch Bier und Chips,
reihenweise guten Witz
bei Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht.
Ta-tä! Ta-tä! Ta-tä!

Am Montag sehen 100.000
in Düsseldorf und Mainz und Kölle
dem Umzug zu, geschmückte Wagen,
die sich durch die Strassen plagen.
Man meint, man wäre in der Hölle.
Helau - Helau - Allaf!

Ach Gott, oh Weh, es naht der Tag,
wo man Abschied nehmen muss
von den schönen Fastnachtssitten.
Da hilft kein Heulen und kein Bitten,
bis zum November ist nun Schluss.
Helau!

Und wie sie trauern, wie sie heulen,
als wär’s der beste Freund der geht.
Mich freuen wohl die Faschingstage,
doch dieser Rummel ist ’ne Plage.
Nur gut, dass er zu Ende geht!
Helau!